Vom größten Berg Afrikas, schillernden Chamäleons&weißen Sandstränden...
Am zweiten Weihnachtsfeiertag war es also so weit und ich brach in aller Frühe mit meinem Freund nach Arusha auf. Die Fahrt war gekennzeichnet von einer schlechten Straße, unzähligen Pannen und ziemlicher Verspätung. Aber so hatten wir immerhin das Glück bei einem Break-Down mitten in der Pampa einen wunderschönen Sternenhimmel bestaunen zu können, der einfach atemberaubend war.
Am nächsten Tag kamen wir dann in der kleinen gemütlichen Stadt Moshi, direkt am Fuße des Kilimanjaros an. Und wir hatten auch noch das Glück das einzige Zimmer mit Balkonzugang zu haben, von dem man einen direkten Blick auf den größten Berg Afrikas hatte. Beeindruckend!
Den Gipfel des Kilis näherten wir uns wohl nur in unseren Träumen, aber dafür haben wir eine wunderschöne Wanderung zu einem Wasserfall am Fuße des Berges unternommen, wo wir uns in die kalten Fluten stürzen und dieses Paradies in vollen Zügen genießen konnten.
Nach ein paar Tagen setzen wir unsere Reise fort – nach Lushoto, einer sehr kleinen gemütlichen Stadt in Mitten der Gebirgskette der Usambara Mountains. Das Städtchen war vor allem geprägt von seiner deutschen Kolonialvergangenheit – ein deutsches Häuschen hier, eine deutsche Kirche dort, dann noch ein deutscher Friedhof. Da hier das Klima sehr angenehm und kühler als an der Küste ist, überlegten wohl die Kolonisten damals den Verwaltungssitz hierher zu verlegen und viele Deutsche suchten sich hier eine neue Heimat.
Wir verbrachten dann den Silvester-Tag mit einer 9-Stündigen und wirklich anstrengenden Wanderung durch die Berge. Hier reihte sich ein einzigartiger Augenblick an den anderen und auch wenn wir teilweise wirklich außer Puste kamen, genossen wir jede Minute. Die Natur zeigte sich hier einfach von ihrer schönsten Seite: wunderschöne Blumen, schillernde Chamäleons (die sich so gut versteckten, dass nur unser Guide sie ausfindig machen konnte und wir immer ratlos vor dem Baum standen ;)), riesige Farne und ein kleiner Urwald, dessen Luft so wunderbar rein war...
Mittagessen gab es dann auf einer kleinen Farn in Mitten der Berge, wo wir tatsächlich Schwarzbrot und selbstgemachten Quark, Butter, Käse und Marmelade bekamen. Ich fühlte mich wie im Himmel!!! :)
Abends kamen wir dann völlig fertig und mit ein paar Blasen an den Füßen in unserer Unterkunft an und mussten schon etwas kämpfen, um überhaupt um 24Uhr Neujahr noch mitzuerleben.
Letztendlich sind wir dann aber zu zweit unter dem Sternenhimmel gelandet und hatten einen ganz ruhigen aber sehr schönen Start ins neue Jahr.
Den ersten Tag des neuen Jahres verbrachten wir dann im Bus, was vor allem für Tranga zur Tortur wurde, da er mit seiner Größe wohl einfach nicht gemacht ist für tansanische Busse.
In Dar Es Salaam angekommen schlug uns so eine Hitze entgegen, dass wir uns am liebsten gar nicht mehr bewegen wollten, aber irgendwie rafften wir uns doch noch auf, uns mit zwei alten Freunden von mir zu treffen. Dieses Wiedersehen war wirklich schön.
Mit der Fähre ging es dann nach Sansibar, wo wir uns sofort auf zu den Stränden im Norden machten, wo wir einfach ein bisschen faul sein und unsere Zweisamkeit genießen wollten.
Wir wohnten in einer sehr gemütlichen Unterkunft, die aus ein paar Strohhüttchen und einer Bar direkt am Strand bestand. Hier ging alles sehr familiär zu, jeder kannte jeden und wir haben uns pudelwohl gefühlt.
Der türkisblaue Indische Ozean und weiße Sandstrände mit unzähligen Palmen direkt vor der Tür– wer will von dieser Postkartenidylle schon weg?
Leider mussten wir dann aber doch irgendwann den Heimweg antreten und verbrachten noch eine Nacht in Stonetown, wo wir die alte Geschichte dieser Stadt mit seinen vielen verwinkelten Gassen und den alten mit Ornamenten verzierten Türen genießen konnten. Hier bekam ich auch tatsächlich einen Eiskaffee! :)
Die Rückfahrt nach Mwanza verbrachten wir in rekordverdächtiger Zeit und genossen die Fahrt begleitet von der Stimme Celine Dions, die hier in Tansania abgöttisch geliebt wird :)
Nach einem letzten Tag und einem schön gemütlichen Abschiedsessen für Tranga, hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen, was mir gar nicht leicht gefallen ist. Die letzten drei Wochen waren einfach wunderschön und ich habe sie sehr, sehr, sehr genossen!
PS: Fotos kommen, sobald ich herausgefunden hab, wie ich sie hier auf meinem neuen Laptop verkleinern kann ;)