Schlangenkampf und Suaheli-HipHop
Hallo ihr Lieben,
heute gibt es leider nicht so sonderlich viel zu erzählen, aber ich werde versuchen euch ganz viele neue Fotos hochzuladen! Hoffentlich klappt das…
Hierfür ist vielleicht ein Nachtrag ganz hilfreich, den ich vergessen habe euch zu erzählen: An unserem ersten Wochenende hier waren wir mit Daniel, Jonas und einem Worker bei Daniel in Upendo Daima etwas außerhalb in einem Museum, in dem uns die Traditionen und das Leben der Sukuma näher gebracht wurde. Die Bevölkerung hier in Mwanza besteht nämlich hauptsächlich aus dem Stamm der Sukuma, die auch ihre eigene Sprache haben: Kisukuma. Naja, so haben bisher auch schon einige Einheimische versucht uns diese Sprache beizubringen. J Allerdings kämpfen wir schon stark damit uns überhaupt auf Kiswahili verständigen zu können. (Zum Glück findet man meistens jemanden, der wenigstens ein paar Brocken Englisch kann) Naja, jedenfalls waren wir in diesem Museum und haben erst einmal ewig über den Preis verhandelt, da wir das Gefühl hatten, dass es viel zu teuer war und nur mal wieder ein mzungu-Preis. Naja, mittlerweile glaube ich der Preis war wirklich festgesetzt und wir haben den Guide etwas zu Unrecht verdächtigt. Jedenfalls war hier ein Sukuma-Dorf nachgebaut und man konnte so Hütten und alles mögliche besichtigen und bekam eine Führung. Es war ganz interessant, das alles zu erfahren, allerdings kam das Highlight erst nach der Führung: Wir wurden zu einem Platz geführt und fragten uns, was das soll. Nach ein paar Minuten fanden wir heraus was der Grund war: In einer Kiste hatten die Männer mehrere lebendige Pythons, die sie für uns rausholen wollten. Naja, wie ihr mich kennt, war ich natürlich total begeistert davon… J Doch was dann kam, war schon irgendwie krass… Die Python die sie da aus der viel zu kleinen Kiste zogen, war so extrem aggressiv, wahrscheinlich bekommen die kaum was zu essen… Der eine Mann legte sie also auf den Platz und tänzelte vor ihr herum um sie noch mehr zu reizen – die Schlange griff ihn auch immer wieder an und war wirklich böse aggressiv…(Wenn alles klappt, bekommt ihr auch ein kleines Video davon) Das war wirklich krass aber auch total spannend!
Achja und von gestern werde ich euch auch noch ein wenig erzählen: David, der Sohn von der Köchin von Daniels Projekt hatte ihn in die Disko eingeladen und Janette, Walburga und ich kamen auch noch spontan mit. Und wow- es war mal ein Ort, an dem man auf keine anderen Wazungu gestoßen ist. Die Leute gingen hier zu afrikanischen Pop & HipHop ab und obwohl das ja gar nicht meine Musik ist hat es mich doch mitgezogen ;) Außerdem wollten wir ja auch David nicht enttäuschen und so landeten Daniel, David und ich auf der Tanzfläche zwischen ganz vielen unglaublich guten Tänzern. Es ist nämlich echt total krass: Die können hier einfach alle tanzen – vom Kleinkind bis zur Oma. Die haben den Rhythmus einfach im Blut. Das ist irgendwie ansteckend. ;) Anschließend gab es draußen dann noch ein Konzert, bei dem nacheinander irgendwelche Jung-Künstler ihr bestes gaben – Leider nur Hip Hop auf Kiswahili, aber sehr lustig ;) Schließlich waren wir auch total müde und waren um 2:30 Uhr dann auch daheim…Heute machen wir uns einen ganz gemütlichen Tag und ich bin immer noch dabei mir ein Konzept für „meine“ Kids zu überlegen – drückt mir die Daumen dass alles klappt! ;)
Hab euch ganz arg lieb, lasst mal was von euch hören. Ich vermiss euch.
PS: Josphat hat sein erstes Geld von mir bekommen und ist sofort losgerannt um eine neue Tür für das neue Gebäude zu kaufen. Das ist doch schon mal eine gute Investition. ;)