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Mittwoch, 8. juli 2009 3 08 /07 /2009 12:26

Eine letzte gemeinsame Reise habe ich mit Walburga noch verbracht. Gemeinsam sind wir in den kleinen Staat Ruanda gereist. Kaum ueber die Grenze fielen uns die vielen Unterschiede zu Tansania auf: Es gab kaum Muell auf den Strassen, Blumen vor den Haeusern, viele Berge, alles war gruen, die Strassen waren gut, ueberall gab es Hilfsprojekte aus allen moeglichen Laendern. In der Hauptstadt Kigali waren wir schwer beeindruckt von der Moderne, den Einkaufszentren und und und...Dort haben wir sogar deutsches Brot mit Leberwurst von einer deutschen Metzgerei gegessen – ihr glaubt gar nicht welch ein Hochgenuss das war. ;) Dort besuchten wir auch das Memorial Museum, das an den Genozid zwischen Hutu und Tutsi 1994 erinnerte. Das Land hat wirklich eine erschreckende Vergangenheit hinter sich, in der der Voelkermord nicht wie in Deutschland heimlich in Lagern passierte, sondern auf offener Strasse. Und das ganze ist noch nicht lange her, fast alle Menschen, die wir trafen, sind Zeugen dieses Massakers gewesen, das konnte man kaum glauben. Mittlerweile gibt es keine Unterscheidung zwischen Hutu und Tutsi mehr und die Bevoelkerung sieht sich als ein Volk, das den Frieden wirklich sehr schaetzen gelernt hat. Es ist bewundernswert wie gut sich alles in Ruanda entwickelt hat.

Ein weiteres Highlight neben der Hauptstadt sind die Vulkane im Norden das Landes, wo ein grosser Nationalpark zum Schutz der dort lebenden Berggorillas errichtet wurde. Natuerlich haetten wir auch gerne Gorillas gesehen, aber fuer 500$ kam das dann doch nie in Frage. Also haben wir einen der vulkane bestiegen: gemeinsam mit einem Fuehrer, einem oesterreichischen Paerchen und 3 bewaffneten soldaten (falls ploetzlich ein Bueffel auftauchen sollte) ging es also los... es war seeeeehr steil und walburg und ich sind fast gestorben ;) Naja, immerhin haben wir Gorilla-Kot gesehen ;) Die mussten da also irgendwo sein und ob auf der Spitze war ein Kratersee und eine super Sicht ueber ganz Ruanda. Am gleichen Abend ging es noch an den nahe gelegenen Kivu-See, wo wir am naechsten Tag ausruhen konnten...

Als Entschaedigung fuer die nicht gesehenen Gorillas ging es dann in einen Regenwald im Sueden wo wir an einer Schimpansen-Tour teilnahmen. Wir kaempften uns also durch das Dickicht des Waldes und standen schliesslich unter den Baeumen in denen eine Gruppe von 12 Affen hearumturnte.. leider waren sie etwas weiter weg und wirklich schnell...auf suche nach futter aendern sie auch staendig ihren Platz und so ist es kaum moeglich sie lange zu verfolgen. Trotzdem war diese Tour ein ganz besonderes Erlebnis fuer mich und das Durch-das-Dickicht-kaempfen und den Schimpansen auflauern machte mir wesentlich mehr spass als mit einem stressigen Fuehrer einen Berg hochzurennen.:)

Der weg zurueck nach Mwanza war dann noch etwa abenteuerlich, da natuerlich mal wieder der bus liegen blieb und sie so wie es aussah ohne plan den ganzen motor ausgebaut haben, aber immerhin haben wir es irgendwie nach Mwanza geschafft J

Das war jetzt eindeutig meine letzte Reise fuer dieses Jahr, aber ich bin sehr gluecklch alle meine Reisen mit walburga gemacht zu haben, so viele verschiedene Kulturen und Laender kennengelernt zu haben!Es war eine super Zeit!

(Fotos kommen bald!) 

von elenamelber@googlemail.com
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