Freitag, 3. april 2009
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Um nicht den Eindruck zu erwecken, ich waere nur noch am Reisen, wollte ich euch von dieser Reise erst im Nachhinein erzaehlen ;) Dazu muss ich aber betonen, dass es ich ja immernoch keine
Residence Permit habe und deshalb alle 3 Monate ausreisen muss und vor 3 Wochen war es folglich mal wieder so weit... Wenn ich also schon Tanzania verlassen musst, wollten wir das auch mit einer
kleinen Reise verbinden und unser Ziel war Uganda!
Zuerst ueberquerten wir den Viktoria-See nach Bukoba mit der Nachtfaehre und schliefen 3.Klasse an Deck in den Orangenkoerben – war ganz schoen kalt! Die ersten Tage haben wir dann noch im
tanzanischen Bukoba verbracht und auch einen Ausflug zu nahegelegenen Wasserfaellen gemacht. Das erste Highlight der Reise war dann Lake Bunyoni , ein in den Bergen gelegener See mit 29 kleinen
Inseln. Auf einer dieser Inseln gab es ein kleines oekonomisch betriebenes (Solarstrom, Latrinen...) „Hotel“, wo man die Ruhe und die wunderschoene Natur hautnah geniessen konnte.(Natuerlich gab es
am Rand des Sees wieder ein paar wenige obligatorische Hotelbunker, die das Landschaftbild zerstoeren – ich hoffe es wird hier nicht auch in ein paar Jahren hoteltechnisch wie auf Zanzibar
aussehen). Auch wenn das Wetter doch sehr verregnet und kalt war, konnten Walburga und ich es uns nicht nehmen lassen ein Einbaum-Kanu zu mieten und die Insel umrunden wollen. Natuerlich schafften
wir es auch, wie uns vorher schon prophezeit wurde, dass unser Boot sich die meiste Zeit im Kreis drehte, der sogenannte „Mzungucorkscrew“ J Irgendwie haben wir es dann aber nach 2 Stunden und
vielen Fluechen geschafft diese Mini-Insel zu umrunden und sind zur Abkuehlung in den kalten See gesprungen. Ich glaube wir wurden von den Angestellten etwas als verrueckt erklaert.:) Weiter ging
es dann Richtung Kampala, wo wir in einer Stadt etwas ausserhalb 2 deutsche weltwaerts-Freiwillige besuchten, die wir in Nairobi auf dem Zwischeseminar kennengelernt hatten. Zusammen hatten wir
sehr sehr viel Spass, waren zusammen shoppen in Kampala (angeblich groesster Secondhand-Markt in Ostafrika – ich liebe es! ;)),sind geimeinsam mit Pikipikis durch das Verkehrschaos Kampalas gerast
und haben das Nachtleben erkundigt. Letztendlich kam es dann zum absoluten Highlight: Wildwasser-Rafting auf dem Nil!!!! Dieser Ort zaehlt zu den besten Rafting-Plaetzen der Welt und es war
wirklich einmalig! In 2 Booten ging es nach der Aufklaerung ueber Sicherheits- und Verhaltensregeln ab in die Fluten...Sogar einen circa 3-Meter-hohen Wasserfall runter „gefahren“... Schaut euch
einfach die Fotos an, ich kann das gar nicht in Worte fassen..:) Einfach der absolute Hammer!!! Und dann ging es auch bald schon wieder zurueck nach Hause, leider nicht mit dem Cargo-ship, dass ist
etwas bloed gelaufen, sondern 21Stunden-Busfahrt. Jetzt werde ich ersteinmal wieder hier bleiben, vor allem, weil ich zur Zeit wieder sehr motivert zu Watoto gehe, jetzt Mama Benja genannt werde,
Daniel bald geht und mehr... In 3 Montaten sind dann wohl Ruanda und Burundi an der Reihe, Walli hat da schon wieder Plaene...
Hab euch sehr sehr lieb! Eure Elena
von elenamelber@googlemail.com
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