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Watoto Wa Africa

BEZEV & weltwärts

Mittwoch, 8. juli 2009 3 08 /07 /2009 12:28

Kaum zu glauben, aber alle Kinder von Watoto Wa Africa haben kein HIV!!! Wir haben alle Kinder auf HIV und Malaria testen lassen und alles sieht super aus! Leider hatten eigentlich alle Kinder leichte Malaria, aber das ist hier wirklich normal. Im Blut der Kinder bilden sich eine Resistenz gegen die Malaria-Erreger und somit fuehlen sie sich auch bei einer leichten Malaria voellig gesund und es ist nicht gefaehrlich fuer sie.

Druecken wir also weiterhin die Daumen, dass alles so bleibt!

Als naechstes steht eine grosse Aktion auf dem Plan, um gegen die Pilzinfektionen vorzugehen, die eigentlich alle Kinder auf dem Kopf haben. Hierfuer muessen wir allen Kindern den Kopf rasieren (keine Angst, die Jungs&Maedels duerfen eh nur ganz kurze Haare in der Schule trage), und ihn dann mit einem speziellen Shampoo waschen. Das wird bei ca. 60 Kindern ein langer Prozess werden, aber das muss einfach sein.

Ausserdem werde ich Wurm-Medizin fuer alle Kinder kaufen, da ihre Maegen eigentlich alle 3 Monate entwurmt werden sollten und wir das leider noch kein einziges Mal gemacht haben.... Noch einiges zu tun also!

von elenamelber@googlemail.com
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Mittwoch, 8. juli 2009 3 08 /07 /2009 12:26

Eine letzte gemeinsame Reise habe ich mit Walburga noch verbracht. Gemeinsam sind wir in den kleinen Staat Ruanda gereist. Kaum ueber die Grenze fielen uns die vielen Unterschiede zu Tansania auf: Es gab kaum Muell auf den Strassen, Blumen vor den Haeusern, viele Berge, alles war gruen, die Strassen waren gut, ueberall gab es Hilfsprojekte aus allen moeglichen Laendern. In der Hauptstadt Kigali waren wir schwer beeindruckt von der Moderne, den Einkaufszentren und und und...Dort haben wir sogar deutsches Brot mit Leberwurst von einer deutschen Metzgerei gegessen – ihr glaubt gar nicht welch ein Hochgenuss das war. ;) Dort besuchten wir auch das Memorial Museum, das an den Genozid zwischen Hutu und Tutsi 1994 erinnerte. Das Land hat wirklich eine erschreckende Vergangenheit hinter sich, in der der Voelkermord nicht wie in Deutschland heimlich in Lagern passierte, sondern auf offener Strasse. Und das ganze ist noch nicht lange her, fast alle Menschen, die wir trafen, sind Zeugen dieses Massakers gewesen, das konnte man kaum glauben. Mittlerweile gibt es keine Unterscheidung zwischen Hutu und Tutsi mehr und die Bevoelkerung sieht sich als ein Volk, das den Frieden wirklich sehr schaetzen gelernt hat. Es ist bewundernswert wie gut sich alles in Ruanda entwickelt hat.

Ein weiteres Highlight neben der Hauptstadt sind die Vulkane im Norden das Landes, wo ein grosser Nationalpark zum Schutz der dort lebenden Berggorillas errichtet wurde. Natuerlich haetten wir auch gerne Gorillas gesehen, aber fuer 500$ kam das dann doch nie in Frage. Also haben wir einen der vulkane bestiegen: gemeinsam mit einem Fuehrer, einem oesterreichischen Paerchen und 3 bewaffneten soldaten (falls ploetzlich ein Bueffel auftauchen sollte) ging es also los... es war seeeeehr steil und walburg und ich sind fast gestorben ;) Naja, immerhin haben wir Gorilla-Kot gesehen ;) Die mussten da also irgendwo sein und ob auf der Spitze war ein Kratersee und eine super Sicht ueber ganz Ruanda. Am gleichen Abend ging es noch an den nahe gelegenen Kivu-See, wo wir am naechsten Tag ausruhen konnten...

Als Entschaedigung fuer die nicht gesehenen Gorillas ging es dann in einen Regenwald im Sueden wo wir an einer Schimpansen-Tour teilnahmen. Wir kaempften uns also durch das Dickicht des Waldes und standen schliesslich unter den Baeumen in denen eine Gruppe von 12 Affen hearumturnte.. leider waren sie etwas weiter weg und wirklich schnell...auf suche nach futter aendern sie auch staendig ihren Platz und so ist es kaum moeglich sie lange zu verfolgen. Trotzdem war diese Tour ein ganz besonderes Erlebnis fuer mich und das Durch-das-Dickicht-kaempfen und den Schimpansen auflauern machte mir wesentlich mehr spass als mit einem stressigen Fuehrer einen Berg hochzurennen.:)

Der weg zurueck nach Mwanza war dann noch etwa abenteuerlich, da natuerlich mal wieder der bus liegen blieb und sie so wie es aussah ohne plan den ganzen motor ausgebaut haben, aber immerhin haben wir es irgendwie nach Mwanza geschafft J

Das war jetzt eindeutig meine letzte Reise fuer dieses Jahr, aber ich bin sehr gluecklch alle meine Reisen mit walburga gemacht zu haben, so viele verschiedene Kulturen und Laender kennengelernt zu haben!Es war eine super Zeit!

(Fotos kommen bald!) 

von elenamelber@googlemail.com
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Samstag, 27. juni 2009 6 27 /06 /2009 14:59

Langsam gehen sie alle... Vor 2 Wochen musste ich mich von Daniel verabschieden, der sich jetzt zu seiner grossen Reise aufgemacht hat und nun nach Suedafrika reisen wird. Gestern frueh habe ich Walburga zu ihrem Bus gebracht, der sie nach Dar Es Salaam gebracht hat, von wo sie am Dienstag nach Deutschland fliegen wird. Beide sind mir hier in meiner Zeit in Mwanza sehr,sehr, sehr ans Herz gewachsen, wurden zu meinen besten Freunden, sind mit mir durch alle Hoehen und Tiefen gegangen und haben  meine ganze wundervolle Tansania-Zeit bisher mit mir verbracht. Diese Abschiede fielen mir wirklich nicht leicht, auch wenn ich weis, dass sie weiterhin beide fuer mich da sein werden und wir uns sicher in Deutschland wieder sehen werden. Jetzt geht fuer mich nocheinmal eine neue Zeit los, denn auch wenn ich hier viele andereFreunde habe, werden mir diese beiden besonders fehlen.Auch macht es mir bewusst, dass ich auch nicht mehr lange hier bin und ich mich dann auch von vielen lieben Menschen verabschieden muss! L Ich hoffe ich komme sehr bald wieder zurueck....

Andererseits freue ich mich sehr auf meine Mama, meinen Bruder und Martina und Dome, die mich hier bald besuchen werden (Jaaaaaaaaaaa, es ist nicht mehr lange!). Ich freue mich ihnen zeigen zu koennen, weshalb ich dieses Land so liebe und schon jetzt als meine zweite Heimat sehe. J

von elenamelber@googlemail.com
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Samstag, 27. juni 2009 6 27 /06 /2009 14:57

Watoto wa Africa besitzt jetzt eine Mauer um das ganze Grundstueck! Da es seit wir in den neuen Gebaeuden wohnen schon mehrfach zu naechtlichen Diebstaehlen kam (Kuechenutenslien und die Radkappen des Autos...) wurde die Entscheidung gefaellt, dass wir eine Mauer bauen sollten, die das ganze Gelaende umgibt und eine groesse Sicherheit bietet. So ging alles also wirklich schnell und mittlerweile steht die Mauer im Grossen und Ganzen, das fehlende grosse Eingangstor wird nun von einigen meiner Spendengeldern finanziert. Vielen Dank also fuer alle Spenden! Ausserdem wurde ein kleiner Kuhstall fuer Esther und ihr Kaelbchen Costa gebaut, ein paar extra Toiletten und ein kleiner Raum neben dem Klassenzimmer, wo jetzt bald alle Unterrichtsutensilien untergebracht werden sollen. Zudem haben wir den Plan dort eine kleine Buecherei entstehen zu lasse, wo die aelteren Kinder Lesebuecher ausleihen koennen, zu denen sie bisher leider keinen Zugang hatten. Jetzt fehlt nur noch ein Haus fuer Josephat und seine Frau, damit sie nicht mehr im Maedchenhaus schlafen muessen und auch etwas Privatssphaere haben.

Ausserdem wurde Watoto Wa Africa ein LKW gesponsored, der das monatliche Einkommen des Waisenhauses sichern soll. Nach leider noch noetigen Umbauarbeiten, die noch einmal einen grossen Kostensatz ausmachen (Spenden immer willkommen!) wird der LKW pro Monat ca. 4500Euro einbringen, die alle Ausgaben des Waisenhauses decken muessten. Somit waeren wir endlich nicht mehr so sehr auf Spenden von ausserhalb angewiesen.Ich hoffe also wir bekommen das Geld fuer den Umbau des LKWs so schnell wie moeglich zusammen, um den Kindern so schnell wie moeglich eine sichere Zukunft bieten zu koennen.

 

von elenamelber@googlemail.com
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Samstag, 27. juni 2009 6 27 /06 /2009 14:40

Es ist schon etwas laenger her, da hatten Walburga und ich eine sehr schoene Begegnung mit einem Tansanier, die wir beide sicher nicht mehr vergessen werden.

Wie so oft standen wir abends an der Strasse und warteten auf ein Daladala in die Stadt oder ein vorbeikommendes Auto, das eventuell bereit waere uns ein Stueckchen mitzunehmen.Nach einiger Zeit kam ein Tuktuk vorbei (ein 3raedriges motorrad-aehnliches Gefaehrt mit kleiner Ladeflaeche), es war kein Problem und wir sprangen auf... Eigentlich wollten wir nur bis an die Hauptstrasse einen Lift bekommen, um dort in irgendein oeffentliches Transportmittel umzusteigen, aber unser Fahrer war auch auf dem Weg in die Stadt, also ging es mit ihm weiter... Natuerlich waren wir zwei Weissen auf diesem lustigen Gefaehrt wieder die Hauptattraktion! Unsere Fahrer stoppte ca. 5 Fahrminuten vor unserem Ziel und erklaerte uns, er wohne hier und koenne uns leider nicht in die Stadt fahren. Fuer uns war das natuerlich gar kein Problem, wir wuerden einfach in das naechste Daladala steigen... Doch dann passierte etwas wirklich unerwartetes: Der Fahrer hatte so ein schlechtes Gewissen, dass er uns Geld geben wollte, damit wir in die Stadt kommen – und dann auch noch das doppelte vom Fahrpreis. Wir waren so baff, dass das hier in diesem Land passierte, wo wir normalerweise immer um Geld gefragt wurden und immer davon ausgegangen wurde, dass wir Massen an Geld besitzen mussten ;) Natuerlich nahmen wir das Geld nicht an, waren aber sehr dankbar fuer seine Hilfe und waren irgendwie sehr gluecklich ueber diese Hilfsbereitschaft. Ich weis nicht ob ihr das nachvollziehen koennt, aber diese Begegnung war wirklich etwas besonderes fuer uns....:) 

von elenamelber@googlemail.com
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