Thursday, 7. april 2011
4
07
/04
/Apr.
/2011
22:57
Jetzt bin ich schon seit 3 Wochen wieder zurück. Und es fühlt sich alles schon wieder so 'normal' an : Studium, Familie, Freunde und eine unendliche lange ToDo-Liste.... :)
Es ist kaum vorstellbar, dass ich noch vor 3 Wochen in Tansania war und jetzt wieder in dieser ganz anderen Welt!
Ich freue mich über den Luxus einer warmen Badewanne und ständigen Strom genauso wie über deutsches Brot und richtig guten Käse - dennoch vermisse ich das bunte Wimmeln auf der Straße, die
kleinen Minibusse die einen jederzeit von A nach B bringen und überhaupt nicht die Möglichkeit geben einen Bus zu verpassen, der hier in Deutschland auf die Sekunde genau abfährt. Daran werde ich
mich wohl noch gewöhnen müssen! :) Außerdem vermisse ich die Jugendlichen bei TUNAWEZA sehr - ihre einzigartigen Persönlichkeiten waren und sind etwas ganz besonderes. Jetzt werde ich mich von
Deutschland aus weiter dafür engagieren, dass ihnen eine bessere Zukunftsperspektive geboten werden kann.
In meiner Zeit in Tansania habe ich es immer wieder wertschätzen gelernt, welches Privileg ich habe, in Deutschland geboren zu sein und all diesen 'Luxus' genießen zu können, der für die meisten
in unserer Gesellschaft schon völlig zur Gewohnheit geworden ist. Ich bin sehr dankbar für das Leben, das ich lebe!
Ich danke auch euch allen, dass ihr meinen Blog immer so fleißig mitverfolgt habt. Ich hoffe er hat euch gefallen und ihr hattet Spaß beim Lesen. Irgendwann wird er bestimmt weitergehen....
Unterstützung für TUNAWEZA ist natürlich auch immer herzlichst willkommen!!
VIELEN DANK!
Eure Elena
von elenamelber@googlemail.com
-
veröffentlicht in: 2010/2011
1
Monday, 14. march 2011
1
14
/03
/März
/2011
10:29
Am Freitag war es nun so weit und der Abschied von meinen Jugenlichen war gekommen.
Zur Feier des Tages hatte ich mit drei der Jugendliche am Tag zuvor einen Kuchen gebacken und schon die ganze Woche freuten sich alle auf den Freitag. Es wurde gross aufgetischt - Pilau
(Gewuerzreis), Bohnen, Kraut, Fleisch und Fisch. Und dazu Soda und selbstgemachten Passionsfrucht-Saft, mit selbstgeernteten Passions aus unserem Garten....mmmmmmhhhh!
So ein Essen gibt es wirklich nur zu grossen Anlaessen. Steven, einer unserer Jungs, dachte es waere meine Hochzeit! :D Der Braeutigam? - natuerlich Simon, der andere Freiwillige in TUNAWEZA. Das
war wirklich lustig!
Als dann der grosse Tag gekommen war, leuchteten die Augen! Alle halfen zusammen und es wurde ein wirklich sehr, sehr schoener Tag. Nach dem Essen wurde die Musik aufgedreht und alle tanzten bis
sie nicht mehr konnten. :)
Zum Abschied gab es eine Karte von allen Jugendlichen und eine Patchwork-Decke fuer mich. Ich hab mich sehr gefreut.
Als dann alle Jugendlichen gegangen waren, konnte ich die Traenen dann nicht mehr zurueckhalten.
Ich werde jede/n einzelne/n Jugendliche/n sicherlich sehr vermissen - ihre kleinen Macken und ihre so verschiedenen Persoenlichkeiten.
Ich bin sicher eines Tages werde ich sie wieder besuchen und freue mich schon jetzt darauf!
Danke an TUNAWEZA fuer diese unvergessliche Zeit!!!
Jetzt bin ich gerade in Nairobi und ab Mittwoch dann wieder in Deutschland! Auch wenn der Abschied schwer fiel freue ich mich jetzt sehr auf meine Liebsten in Deutschland!
von elenamelber@googlemail.com
-
veröffentlicht in: 2010/2011
1
Monday, 14. march 2011
1
14
/03
/März
/2011
10:19
In meiner Zeit in Mwanza wollte ich natuerlich auch die Kinder in dem Waisenhaus WATOTO WA AFRICA wiedersehen, mit denen ich 2008/2009 ein Jahr lange gearbeitet hatte.
Diese Zeit war aber auch gepraegt gewesen von einem ewigen Streit mit dem Leiter des Weisenhauses, der mich immer nur als Geldquelle angesehen hat, anstatt meine Hilfe zu wuerdigen. Deshalb fiel
mir ein Besuch dort nicht besonders leicht.
Insgesamt besuchte ich "meine Kinder" im vergangenen halben Jahr also nur ca. 4 Mal. Das erste Wiedersehen war aber wirklich sehr, sehr schoen. Als die Kinder mich erkannten, stuermten sie alle
auf mich zu und warfen mich fast um, so sehr freuten sie sich. Das hatte ich gar nicht erwartet und war sehr gluecklich darueber. Ich redete viel mit den aeltern Maedchen und der Frau des Chefs,
die mich sehr herzlich willkommen hiess.
Natuerlich waren einige Kinder nicht mehr dort und neue Kinder sind neu hinzugekommen - aber viele bekannte Gesichter strahlten mir entgegen. Am meisten freute ich mich wohl ueber das Wiedersehen
mit meinem kleinen Baby Benja, der mir damals immer ueberall hingefolgt ist und immer an mir hing, was mir von den anderen den Namen "Mama Benja" einbrachte. Bei unserem ersten Treffen war er
sehr verwirrt - er kannte mich irgendwo her aber konnte es nicht so richtig einordnen. Er war sehr verwirrt. Die naechsten Male erkannte er mich dann sofort und hing an mir als waere ich nie
weggewesen. Es war sehr schoen wieder bei ihm zu sein.
Ich weiss, dass es nicht gut ist, wenn sie die Kinder so sehr an einen gewoehnen und dann geht man weg, aber so ist es in unserem Fall einfach gewesen. Und ich hoffe ich werde ihn und die anderen
Kinder irgendwann wieder sehen!
Jedenfalls weiss ich, dass es allen gut geht und ich mir keine Sorgen um sie machen muss! Das tut gut!
von elenamelber@googlemail.com
-
veröffentlicht in: 2010/2011
0